Meldeverfahren

Meldeverfahren

Der zukünftig vom Krebsregister zu erhebende Datensatz ist bundeseinheitlich festgelegt und beinhaltet neben Angaben zur Person und zur Tumordiagnose auch Informationen zur Behandlung und zum Verlauf der Krebserkrankung. Zu verschiedenen Meldeanlässen (s. unten) sind in Bremen ansässige Ärztinnen und Ärzte bzw. Zahnärztinnen und Zahnärzte verpflichtet Informationen zu Krebsneuerkrankungen an das Bremer Krebsregister zu melden. Dabei sollen die Meldungen zeitnah, spätestens sechs Wochen nach Auftreten des Meldeanlasses, an die Vertrauensstelle des Bremer Krebsregisters übermittelt werden. Je nach Art der Meldung wird diese gemäß Krebsregister-Meldevergütung-Vereinbarung vom 24.02.2015 und deren zugehörigem Schiedsspruch vergütet. Voraussetzung für die Vergütung ist die Vollständigkeit der Meldung.

Jede(r) betroffene Patientin bzw. Patient muss über die Meldung an das Krebsregister informiert werden. Das Krebsregister stellt dafür ein mit der Landesbeauftragten für Datenschutz abgestimmtes Patienteninformationsblatt zur Verfügung. Der Betroffene kann über den meldenden Arzt oder die meldende Ärztin direkt beim Bremer Krebsregister eine Einwendung gegen die Meldung erheben. In diesem Fall werden nach Abschluss der Abrechnung die Identitätsdaten des Betroffenen gelöscht. Die medizinischen Angaben bleiben dagegen für die Auswertungen erhalten.

Mit dem Ausbau der Krebsregistrierung in Bremen wird auch eine Umstrukturierung der Meldewege erfolgen. Zukünftig soll ausschließlich elektronisch an das Krebsregister gemeldet werden. Die dafür erforderlichen technischen Voraussetzungen auf Seiten des Krebsregisters befinden sich im Aufbau.

Meldungen werden dann nur noch über ein Melderportal als Einzelmeldungen mit manueller Eingabe oder als Paket über die ADT-GEKID-Schnittstelle entgegen genommen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Systemadministrator bzw. bei Ihrem Softwareanbieter, welche Maßnahmen auf Seiten Ihrer hauseigenen EDV/Software für eine solche Übermittlung notwendig sind.

In der Übergangszeit werden im Krebsregister weiterhin auch Meldungen über ärztliche Befundberichte entgegen genommen.

Meldungen an das Bremer Krebsregister sind zu folgenden Zeitpunkten des Krankheitsverlaufs vorzunehmen:

  • Feststellung einer Krebserkrankung,
  • Sicherung der Diagnose durch feingewebliche oder zellbezogene Untersuchungen,
  • Beginn einer Behandlung, Beendigung oder auch Abbruch der Behandlung,
  • Änderung des Erkrankungsstatus mit Bedeutung für die Therapie oder Wiederauftreten der Erkrankung
  • Versterben an oder mit der Krebserkrankung.


Informationen zum Meldeprozedere zum Download